Quarantäne Besuche von Bärlausi 2021

 

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Lingen. Nicht alle können Weihnachten so verbringen, wie sie es gerne möchten. Manche Kinder befinden sich mit ihren Eltern in Quarantäne. Ralf Wöhl, Lingens motorradfahrender Weihnachtsmann, bereitet ihnen deshalb eine Freude.

 

Ein lautes Röhren ertönt – dazu Weihnachtsmusik. Bunte Lichter blinken. Von einem festlich geschmückten Motorrad steigt ein Mann im roten Weihnachtsgewand. Es ist Ralf Wöhl, vielen in der Region bekannt als “Bärlausi”

Für den Verein Bikerkinder ist er schon seit vielen Jahren unterwegs, um schwererkrankten und benachteiligten Kindern Momente der Freude zu bescheren – sei es mit einem kleinen Geschenk oder auch mit einer Fahrt auf dem Motorrad. 

Die Corona-Pandemie veränderte natürlich vieles. Veranstaltungen und einige Besuche blieben aus. Ebenso erlitt Wöhl selbst einen schweren gesundheitlichen Rückschlag. Doch er rappelte sich wieder auf – auch mit der Unterstützung vieler guter Wünsche von Kindern -, setzte sich wieder auf sein zweirädriges Gefährt und erfreut sich weiterhin am meisten daran, anderen eine Freude zu machen.

 

Mehrfache Besuche bei denselben

In diesem Jahr sind es für ihn und seine Vereinskollegen nicht nur die Besuche, welche bei den Bikerkindern angefragt werden. Wöhl konzentriert sich vor allem auf die Kleinen, die aufgrund des Coronavirus’ das Haus nicht verlassen dürfen. “Das Schlimme ist: Bei manchen Familien war ich sogar schon zwei, drei oder auch ein viertes Mal. Es sind diejenigen, bei denen mehrere Kinder im Haushalt leben, weshalb es immer wieder zu einer neuen Quarantäne kommt”, berichtet Wöhl. 

Vor allem seien es die Eltern, deren Nervenkostüm langsam aber sicher zu bröckeln beginne. “Hinzu kommt, dass zuvor auch viele Weihnachtsmärkte und andere Weihnachtsveranstaltungen ausgefallen sind, beispielsweise der Besuch des Nikolauses in Kindergärten und Schulen”, erläutert #Bärlausi und fährt fort: 

„Die Kinder hatten nichts. Deswegen habe ich das Ganze gemacht.“

Die anderen Besuche über den Verein würden “so nebenbei laufen”, scherzt er. Diese seien mittlerweile regelrechte Selbstläufer.

Freude am Verschenken

Gestartet ist Ralf Wöhl mit den Quarantäne-Besuchen am ersten Advent. Mehr als 170 Kinder hat er seitdem schon als Weihnachtsmann auf dem Motorrad besucht. Noch bis zum 27. Dezember wird er seine Tour im südlichen, mittleren, teils auch im nördlichen Emsland sowie in der Grafschaft Bentheim fortführen.

Oft handle es sich bei den kleinen Geschenken für die Kinder um Spenden. Doch auch selbst investiert Wöhl wie es gerade geht. Im Gepäck: viel Freude am Verschenken und der guten Sache. “Es ist eine Menge Arbeit, aber ich weiß ja, wofür und an wen es geht”, sagt der Mann, für den ein Kinderlächeln das Schönste ist. 

 

Posted in 2021   

Author: ralf

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